Bestehende Kannibalisierung erkennen und auflösen
Viele Websites bringen bereits Kannibalisierung mit, bevor die erste Map entsteht. Aufspüren lässt sich das Problem kostenlos in der Search Console. Dort wird im Leistungsbericht eine einzelne Suchanfrage als Filter gesetzt, der Reiter Seiten zeigt anschließend alle URLs mit Impressionen für genau diese Anfrage. Tauchen zwei oder mehr eigene Seiten mit nennenswerten Werten auf, konkurrieren sie um denselben Begriff. Zusätzlich verrät eine springende Durchschnittsposition über mehrere Wochen, dass Google zwischen den Kandidaten wechselt. Für die Auflösung gibt es zwei Wege, abhängig von der inhaltlichen Nähe der Seiten. Behandeln beide Seiten dasselbe Thema, werden die Inhalte auf der stärkeren URL zusammengeführt, und die schwächere verweist per 301 Weiterleitung dauerhaft auf die verbliebene Seite. Unterscheiden sich die Themen dagegen nur unsauber, hilft eine Schärfung: Jede Seite erhält ein eigenes Fokus-Keyword aus der Map, und die Texte werden entsprechend abgegrenzt. Beim Werbeartikel-Händler beträfe das etwa zwei alte Blogartikel über Werbegeschenke, die künftig getrennt auf steuerliche Fragen und auf Geschenkideen ausgerichtet werden. Nach der Bereinigung dokumentiert die Map die neue Zuordnung, damit dasselbe Problem nicht erneut entsteht.