Linktext: Definition, Arten und Regeln für gute Ankertexte

In Kürze

Linktext auf einen Blick

  • Bildlinks tragen keinen sichtbaren Text. Google liest dort das alt-Attribut des Bildes als Linktext.
  • Intern konsistent: Ein Begriff zeigt immer auf dieselbe URL. Derselbe Linktext auf zwei Seiten lässt beide um ein Keyword konkurrieren.
  • Extern weich: Identische Keyword-Anker über viele fremde Domains gelten seit dem Penguin-Update als Manipulationssignal, bei internen Links nicht.
  • Vorlese-Test: Ein Linktext, der ohne den umgebenden Satz nicht verständlich ist, ist für Google, Screenreader und KI-Agenten gleichermaßen zu schwach.

Der Linktext ist der sichtbare, anklickbare Teil eines Hyperlinks. Er heißt auch Ankertext oder Verweistext und steht im HTML zwischen dem öffnenden und dem schließenden a-Element, während die Zieladresse im href-Attribut liegt. Suchmaschinen lesen daraus, worum es auf der verlinkten Seite geht. Screenreader und KI-Agenten nutzen dieselbe Information zur Navigation.

Was ist ein Linktext?

Unter einem Linktext versteht man die Wörter, die im Fließtext als Link markiert sind und beim Klick zu einer anderen Adresse führen. Drei Begriffe meinen dasselbe und tauchen in Tool-Reports und Briefings nebeneinander auf. Ankertext stammt vom a-Element der HTML-Spezifikation, dem englischen anchor, Verweistext ist die zweite deutsche Bezeichnung, Linktext die geläufigste. Zu unterscheiden sind Link, Linkziel und Linktext. Gemeint ist mit dem Link die technische Verbindung, mit dem Linkziel die Adresse, auf die sie zeigt, und mit dem Linktext das, was davon auf dem Bildschirm zu sehen ist. Im Quelltext sieht das so aus.

So sieht ein Link im Quelltext aus

<a href="https://www.beispiel.de/zahnreinigung/">Ablauf einer Zahnreinigung</a>

Linktext, der einzige sichtbare Teil    Linkziel im href-Attribut, für Leser unsichtbar

Sichtbar ist nur der Teil zwischen den beiden Tags. Google kann einen Link laut seiner Link-Dokumentation zuverlässig nur dann auslesen, wenn er als a-Element mit href-Attribut vorliegt. Konstruktionen wie ein span mit href oder ein Klick-Skript ohne href werden nicht verlässlich erfasst, und mit ihnen geht auch der Linktext verloren.

Aufbau eines Links mit Quelltext, sichtbarem Text und drei Begriffen

Wie liest Google den Linktext?

Google wertet den Linktext als Beschreibung der Zielseite aus, die von einer anderen Seite stammt. Keine andere Stelle im Web liefert diese Außensicht. Deshalb zählt der Ankertext seit den Anfängen der Suche zu ihren Signalen. Der Ankertext gehört damit zum OnPage SEO, obwohl seine Wirkung auf einer anderen Seite ankommt. Die Wirkung hängt von drei Dingen ab, nämlich davon, was im Anker steht, was um ihn herum steht und ob Google ihn überhaupt zu sehen bekommt.

Welches Signal sendet der Linktext an die Zielseite?

Der Linktext sagt Google, für welches Thema die Zielseite stehen soll. Je genauer die Formulierung den Inhalt trifft, desto leichter ordnet Google die verlinkte Seite ein, so formuliert es die Link-Dokumentation. Über denselben Weg fließt der Linkjuice, also die Linkkraft, die eine Seite an ihre Ziele weitergibt, und ein generischer Anker verteilt sie zwar, sagt aber nichts über das Ziel aus. Zwei Folgen zeigen sich direkt im Suchergebnis.

Für die Sitelinks unter einem Treffer empfiehlt Google in der Sitelinks-Dokumentation knappe interne Ankertexte, die zur Zielseite passen. Sitelinks entstehen automatisch, Einfluss gibt es über Seitentitel, Überschriften, Struktur und Ankertexte. Darf Google eine Seite nicht crawlen, indexiert sie aber trotzdem, kann laut der Dokumentation zu Title Links der Ankertext fremder Seiten zum angezeigten Titel werden, weil Google den Meta Title der gesperrten Seite nicht lesen kann. Das erklärt, warum gesperrte Seiten gelegentlich mit merkwürdigen Titeln in den Ergebnissen stehen.

Linktext als Signal von der verlinkenden zur Zielseite

Zählt der Satz um den Link mit?

Ja, die Wörter vor und nach dem Link fließen in die Bewertung ein. Google rät in derselben Dokumentation, auf den ganzen Satz zu achten, weil der Kontext dem Anker seine Bedeutung gibt. Aus diesem Grund schlägt ein kurzer Anker in einem präzisen Satz einen langen Anker in einem beliebigen Satz.

Dieselbe Logik steckt hinter der Warnung, Links direkt aneinanderzureihen, denn jeder einzelne verliert dann seinen umgebenden Text. Das Negativbeispiel der Dokumentation verlinkt fünf aufeinanderfolgende Wörter eines Satzes auf fünf verschiedene Seiten. In der besseren Fassung stehen die Links im Abstand mehrerer Wörter, und jeder Anker benennt sein Ziel. Für die eigene Arbeit heißt das, erst den Satz zu schreiben und dann den Link zu setzen.

Fünf Links in Folge gegen zwei Anker mit Abstand und Kontext

Bildlinks, leere Links und JavaScript

Bei einem Bildlink nutzt Google das alt-Attribut des Bildes als Ankertext. Dieses Attribut übernimmt damit die Aufgabe des sichtbaren Texts, und ein verlinktes Bild ohne diesen Text sendet kein Signal an sein Ziel. Fehlt der Text in einem a-Element vollständig, kann Google ersatzweise das title-Attribut heranziehen. Bleiben beide leer, hat Google keinen Text mehr, den es dem Ziel zuordnen könnte.

Wird der Ankertext erst per JavaScript in die Seite geschrieben, muss er im gerenderten HTML ankommen. Zur Kontrolle empfiehlt die Dokumentation die URL-Prüfung in der Search Console, die das gerenderte Ergebnis anzeigt. In Shops und Anwendungen mit JavaScript-Framework ist das die häufigste stille Ursache für Links, die im Quelltext stehen und für Google unsichtbar bleiben. Diese Fehlerklasse fällt unter Technisches SEO, weil die Ursache im Rendering liegt und nicht im Text.

Was Google bei Bildlink, leerem Link und JavaScript als Linktext liest

Welche Arten von Linktexten gibt es?

Nach dem Grad der Übereinstimmung mit dem Keyword der Zielseite lassen sich neun Arten von Linktexten unterscheiden. Die Einteilung entscheidet darüber, welcher Anker intern sinnvoll ist und welcher bei eingehenden Links auffällt. Welcher Begriff überhaupt das Keyword der Zielseite ist, klärt vorher die Keyword Recherche.

Neun Arten von Linktexten und ihre Eignung
Typ Beispiel Intern Bei Backlinks
Exact Match (hart) Zahnreinigung Kosten Standard riskant bei Häufung
Partial Match (teilweise) Kosten einer Zahnreinigung gut gut
Phrase (weich) was eine Prophylaxe kostet gut natürlichster Typ
Marke Praxis Dr. Muster für die Startseite häufigster natürlicher Typ
Marke plus Keyword Zahnreinigung bei Dr. Muster selten nötig unauffällig
Seitentitel Zahnreinigung: Ablauf und Kosten gut gut
Nackte URL www.beispiel.de/zahnreinigung/ ungeeignet natürlich, aber ohne Aussage
Generisch hier, mehr erfahren, weiterlesen nur in Teasern, sparsam ohne Wirkung
Bild alt-Text des verlinkten Bildes wie Text behandeln wie Text behandeln

Die Grenze zwischen den ersten drei Typen ist fließend. Aus dem Exact Match wird ein Partial Match, sobald ein Wort dazukommt, und aus dem Partial Match eine Phrase, sobald das Keyword durch ein Synonym ersetzt ist. Auch Long Tail Keywords eignen sich deshalb ohne Umbau als weiche Anker, weil sie das Thema beschreiben, ohne den Hauptbegriff zu wiederholen. Am schwächsten ist die nackte URL für Menschen und Maschinen, weil sie weder Thema noch Nutzen nennt. Beim generischen Anker zählt der Anteil, denn ein einzelnes „weiterlesen” unter einem Teaser schadet nicht, zwölf davon im Hauptinhalt verschenken zwölf Signale.

Auf interne Links gehört ein Ankertext, der die Zielseite mit ihrem eigenen Begriff benennt, an jeder Stelle gleich. Anders als bei Backlinks liegt der Ankertext hier vollständig in eigener Hand, deshalb ist die interne Verlinkung der größte Hebel beim Ankertext.

Google widmet ihr in der Link-Dokumentation einen eigenen Abschnitt und empfiehlt, dass jede Seite, an der etwas liegt, von mindestens einer anderen Seite der Website verlinkt wird. Welche Seite dabei welche verlinkt, folgt der Website Struktur mit ihren Ebenen. Mit diesen Links legt der Betreiber fest, für welchen Begriff jede Unterseite stehen soll.

Ein Anker auf eine URL gegen denselben Anker auf zwei URLs

Harte Ankertexte bei Backlinks sind riskant, weil Google die Häufung identischer Keyword-Anker über fremde Domains als Muster von Linkspam wertet. Bei Backlinks gilt damit das Gegenteil der internen Regel. Der Grund liegt in der Kontrolle, denn bestimmt der Betreiber der Zielseite den Anker eines fremden Links selbst, handelt es sich für Google nicht mehr um eine unabhängige Empfehlung. Trotzdem lässt sich der Ankertext eingehender Links beeinflussen, über den Titel der Seite, über die Wortwahl im Text und über den direkten Kontakt.

Unauffälliges und auffälliges Ankertextprofil im Vergleich

Harte Anker seit dem Penguin-Update 2012

Seit dem Penguin-Update von 2012 gehören übermäßig gleichlautende Keyword-Anker zu den Mustern, die Google als Linkspam wertet. Davor war der harte Anker das Standardwerkzeug des Linkaufbaus, bis hin zu Blogkommentaren, in denen statt eines Namens ein Keyword als verlinkter Autorenname stand. Heute führt die Link-Dokumentation das Hineinzwängen von Keywords in den Ankertext ausdrücklich als Verstoß gegen die Richtlinie zum Keyword Stuffing.

Techniken dieser Art fallen unter SEO Manipulation und ziehen im Ernstfall manuelle Maßnahmen nach sich. Gefragt wird heute zuerst, was den Leser der fremden Seite zum Klick bewegt, und erst danach, welcher Begriff im Anker landet. Beim Linkbuilding hat sich der Maßstab damit umgekehrt.

Warum lesen Screenreader und KI-Agenten den Linktext gleich?

Screenreader und KI-Agenten lesen den Linktext gleich, weil beide ohne den sichtbaren Satz auskommen müssen und nur den Namen des Links erhalten. Für sehende Nutzer liefert der Absatz den Kontext, für die beiden anderen Gruppen bleibt oft nur der Anker. Screenreader-Nutzer springen häufig über eine Liste aller Links durch die Seite. Agenten lesen die Seite über eine maschinelle Abbildung, in der jeder Link nur mit seiner Rolle und seinem Namen erscheint. Bei beiden Gruppen fehlt einem generischen Anker die Information, wohin er führt.

WCAG 2.4.4 und 2.4.9: zwei Stufen für den Linkzweck

Die WCAG verlangt im Erfolgskriterium 2.4.4 auf Stufe A, dass der Zweck eines Links aus dem Linktext hervorgeht, allein oder zusammen mit seinem programmatisch ermittelbaren Kontext. Dazu zählen Satz, Absatz, Listenpunkt, Tabellenzelle und die vorangehende Überschrift. Diese Erlaubnis für den Kontext klingt großzügig, greift in der Praxis aber oft nicht. Auf Stufe AAA verlangt das Kriterium 2.4.9, dass der Linktext allein genügt.

Hintergrund ist die Linkliste, denn sobald jemand per Screenreader von Link zu Link springt, fällt der umgebende Satz weg und ein „mehr erfahren” bleibt ohne Bezug. Verbindlich sind im Regelfall die Stufen A und AA, die Stufe AAA ist eine Empfehlung. Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Sein Prüfmaßstab für Webinhalte ist die Norm EN 301 549, und die verweist auf WCAG 2.1 in den Stufen A und AA. Für Fragen zum Anwendungsbereich ist die Bundesfachstelle Barrierefreiheit zuständig.

Der Accessibility Tree als Landkarte für Agenten

KI-Agenten lesen eine Website nach Googles Entwicklerdokumentation auf web.dev über drei Kanäle, nämlich Screenshots, rohes HTML und den Accessibility Tree. Der Accessibility Tree ist die Abbildung, die auch Screenreader nutzen, und er reduziert das DOM auf Rollen, Namen und Zustände der interaktiven Elemente. Bei einem Link ist dieser Name sein Linktext.

Soll ein Agent eine Buchung ausführen oder Produkte vergleichen, entscheidet er anhand dieser Namen, wohin er klickt, und ein Link namens „hier” gibt ihm dafür nichts an die Hand. Googles Leitfaden zur generativen Suche verweist auf genau diese Dokumentation und stellt zugleich klar, dass Google weder eine llms.txt noch spezielles Markup auswertet. Damit bleibt der Ankertext für die KI Sichtbarkeit einer Website dieselbe Sorgfaltsfrage wie für die klassische Suche, nur dass ihn jetzt mehr Systeme lesen.

Wie formulieren Sie einen guten Linktext?

Gut ist ein Linktext, der beschreibend, angemessen knapp und für beide Seiten passend ist, für die Seite, auf der er steht, und für die, auf die er zeigt. So lautet die Grundformel aus Googles Link-Dokumentation, und ihr dritter Teil wird am häufigsten übersehen.

Optisch muss der Anker als Link erkennbar sein, durch Farbe oder Unterstreichung, und besuchte Links sollten sich von unbesuchten unterscheiden. Im Gegenzug bleibt alles andere im Text ohne Unterstreichung, weil die Markierung als Linksignal gelernt ist. Für SEO Texte heißt das, dass die Anker in den Fließtext gehören, wo der umgebende Satz sie stützt oder entlarvt.

Wie lang darf ein Linktext sein?

So lang wie die Wortgruppe, die die Zielseite benennt, und kein Wort länger. Die Link-Dokumentation zeigt beide Fehlrichtungen. Das einzelne Wort „Website” in einem Satz über Käse ist zu kurz, weil es nichts über das Ziel sagt. Zu lang ist ein Anker, der die halbe Ankündigung einer Neueröffnung umfasst, und die bessere Fassung kürzt ihn auf den Namen des Ladens und die Eingeladenen. Abgeschnittene Wortteile als Anker sind ein eigener Fehler, etwa wenn nur „Büro” aus „Büroausstattung kaufen” verlinkt ist. Verbindlich ist keine Zahl, verbindlich ist die Frage, ob der Anker das Ziel benennt.

Vorlese-Test, Längenskala und Googles drei Kriterien für Linktexte

Woran erkennen Sie einen schwachen Linktext?

Am Vorlese-Test aus Googles Link-Dokumentation, bei dem Sie nur den Ankertext lesen, ohne den Satz, und prüfen, ob er für sich verständlich ist. Bleibt unklar, worum es auf der Zielseite geht, braucht der Anker mehr Beschreibung. Der Test ist deckungsgleich mit dem WCAG-Kriterium 2.4.9 und deckt damit die Anforderung von Google, Screenreadern und Agenten in einem Schritt ab. Die folgende Tabelle zeigt acht typische Formulierungen und ihre bessere Fassung.

Acht schwache Linktexte und ihre bessere Fassung
Schwache Fassung Bessere Fassung Grund
hier Preisliste für die Zahnreinigung Anker benennt das Ziel
mehr erfahren Ablauf der Behandlung Zielinhalt statt Aufforderung
www.beispiel.de/zahnreinigung/ Zahnreinigung beim Zahnarzt Thema statt Adresse
ganzer Satz: „Auf dieser Seite erklären wir, wie eine Zahnreinigung abläuft und was sie kostet” Ablauf und Kosten der Zahnreinigung Wortgruppe statt Satz
Zahnreinigung Frankfurt Zahnarzt günstig Zahnreinigung in Frankfurt ein Begriff statt vier gestopfter
„Büro” aus „Büroausstattung kaufen” Büroausstattung kaufen ganzes Wort statt Fragment
„Zahnreinigung” auf Leistungsseite und Ratgeber „Zahnreinigung” für die Leistungsseite, „was eine Zahnreinigung kostet” für den Ratgeber ein Anker je Ziel
„Zahnreinigung” auf eine Seite über Bleaching Bleaching beim Zahnarzt Anker passt zum Ziel

Zusätzlich kostet der letzte Fall, der Anker ohne Bezug zum Ziel, Klicks, weil der Leser nach dem Sprung etwas anderes erwartet hatte und die Seite verlässt. Diese Enttäuschung schlägt sich in der Absprungrate nieder, ohne dass die Zielseite selbst schlecht wäre.

Wie prüfen Sie bestehende Linktexte?

Bestehende Linktexte prüfen Sie am schnellsten über zwei Exporte, einen aus der Search Console und einen aus einem Crawler. Das Problem liegt selten im nächsten Artikel, meist steckt es in fünf Jahren Bestand, den niemand mehr Seite für Seite öffnet. Im Rahmen einer SEO Analyse läuft dieselbe Prüfung mit, der Ablauf lässt sich aber auch allein durchführen. In der Branche heißt diese Prüfung Link Audit.

Icon Search Console

Externe Ankertexte in der Search Console auslesen

Öffnen Sie in der Search Console den Bericht „Links” und dort den Abschnitt „Top-verlinkende Texte”. Exportieren Sie die Tabelle über die Schaltfläche rechts oben. Der Bericht zeigt, welche Formulierungen fremde Seiten am häufigsten als Anker auf Ihre Domain setzen, und macht Häufungen einzelner Keyword-Phrasen auf einen Blick sichtbar. Interne Links enthält er nicht.

Icon Crawler-Export

Interne Links samt Ankertext per Crawler exportieren

Crawlen Sie die Domain mit Screaming Frog und wählen Sie danach „Bulk Export”, „Links”, „All Inlinks”. Behalten Sie die Spalten Quelle, Ziel, Ankertext, Alt-Text und Statuscode. Die kostenlose Version reicht bis 500 URLs, darüber braucht es die Lizenz.

Icon Filter

Generische Muster filtern und zählen

Filtern Sie die Spalte Ankertext auf Begriffe wie „hier”, „mehr”, „weiterlesen”, „klicken” und „zum”. Zählen Sie die Treffer je Ziel-URL. Das Ergebnis ist Ihre Arbeitsliste, sortiert nach der Zahl der Treffer.

Icon Mehrfachbelegung

Mehrfach belegte Anker aufspüren

Legen Sie eine Pivot-Tabelle mit Ankertext in den Zeilen und Ziel-URL in den Spalten an. Jeder Anker mit mehr als einer Ziel-URL ist ein Kandidat für Keyword Kannibalisierung. Filtern Sie in derselben Tabelle den Statuscode des Ziels auf 301 und 404, denn ein guter Anker auf eine 301 Weiterleitung oder einen Broken Link verschenkt seine Wirkung.

Icon Bildlink

Bildlinks ohne alt-Text und leere Links markieren

Filtern Sie auf Zeilen, in denen Ankertext und Alt-Text zugleich leer sind. Beim Abarbeiten gilt die Reihenfolge nach Wirkung, zuerst Navigation, Footer und Breadcrumbs, weil sie auf jeder Seite stehen, dann Links auf umsatzstarke Ziele, zuletzt der Blogbestand. Der Austausch ändert keine URL und zählt deshalb zu den SEO Quick Wins.

Häufige Fragen zum Linktext

Keiner. Beide Begriffe bezeichnen den sichtbaren, anklickbaren Teil eines Hyperlinks. Ankertext leitet sich vom a-Element der HTML-Spezifikation ab, Verweistext ist die dritte, seltener genutzte Bezeichnung.

So viele, wie die Wortgruppe braucht, die die Zielseite benennt, und keines mehr. Googles Link-Dokumentation nennt keine Zahl, zeigt aber beide Fehlrichtungen mit Beispiel, das einzelne nichtssagende Wort und den halben Satz als Anker. Entscheidend ist, ob der Text ohne den umgebenden Satz verständlich bleibt.

Ja. Beide Seiten senden dann das Signal, für denselben Begriff zu stehen, und meist ranken beide schlechter als eine allein. Jeder Begriff sollte deshalb auf genau eine URL zeigen. Wo der Fall im Bestand steckt, zeigt eine Pivot-Tabelle über Ankertext und Ziel-URL aus dem Crawler-Export.

Ja, sobald der Button technisch ein a-Element mit href-Attribut ist. Dann liest Google die Beschriftung wie jeden anderen Ankertext. Ist der Button dagegen ein button-Element ohne href, zählt er für Google nicht als Link, und ist er ein Bild, zählt sein alt-Attribut. Weil ein Button ohne umgebenden Satz steht, sollte die Beschriftung das Ziel oder die Handlung nennen, etwa „Angebot anfordern” statt „Absenden”.

Philipp Nessmann, SEO-Berater bei SEO Agents
Philipp Nessmann
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Experte für SEO, GEO, LLMO & AIO – wir machen Sie sichtbar bei Google, ChatGPT & Perplexity.

Philipp Nessmann ist SEO-Berater mit über 20 Jahren Erfahrung und Gründer der Nessmann GmbH (Marken: Contentbär und SEO Agents). Er hat mehr als 1.100 Projekte betreut und mit Jurawelt.com sowie trauringspezialisten.de eigene Plattformen aufgebaut. Sein Schwerpunkt liegt auf technischem SEO und der Sichtbarkeit in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini und Perplexity (GEO). Als Gastautor veröffentlicht er regelmäßig u. a. bei Ahrefs, OMR, GoDaddy, HostEurope, Mittwald und DomainFactory.

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